Kinder Zuhause, was nun?

Tipps für Familien in der Corona-Krise

Kitas und Kindertagesstätten sind aufgrund der Ausbreitung von COVID-19 geschlossen. Dies ist für Eltern eine Herausforderung und Belastungsprobe – insbesondere wenn Klausuren und Hausarbeiten auf dem Schreibtisch warten.

Im Folgenden finden Sie Ideen zum Spielen, Lernen und Basteln, mit denen Sie Ihren Nachwuchs in den nächsten Tagen und Wochen sinnvoll beschäftigen können. Die Tipps und Informationen werden fortlaufend erweitert.

Home study mit Kindern

Versehen Sie jeden Tag mit einem Programm, planen Sie ihn durch und halten Sie die einzelnen Etappen in einem Stundenplan fest. Beziehen Sie ältere Kinder gerne in die Planung mit ein und platzieren Sie den Stundenplan dort, wo ihn alle nachsehen können. Eine Tafel in der Küche eignet sich zum Beispiel gut.

Teilen Sie die zur Verfügung stehende Zeit in Phasen ein, die Sie gemeinsam verbringen und in solche, in denen sich Ihre Kinder selbstständig beschäftigen. Planen Sie neben dem gemeinsamen Frühstück, Mittag- und Abendessen auch Beschäftigungen mit körperlicher Aktivität, zum Beispiel einen Spaziergang, ein.

Nutzen Sie die Zeit früh morgens und am späteren Abend, wenn Ihre Kinder schlafen, zum konzentrierten Arbeiten. 

Schaffen Sie sich ein festes Ritual, mit dem Sie morgens gemeinsam in Ihre erste Lern- bzw. Arbeitsphase starten. Es hilft Ihnen dabei, ohne Ortswechsel in einen anderen Modus zu wechseln.

Richten Sie sich nach Möglichkeit einen festen, abgegrenzten Bereich ein, in dem Sie ungestört arbeiten können. Eine räumliche Trennung von den Bereichen, in denen sich Ihre Kinder allein beschäftigen, ist in der Regel sehr hilfreich.

Bei Ihnen sind beide Elternteile zu Hause? Dann wechseln Sie sich als Ansprechpartnerin bzw. Ansprechpartner für Ihre Kinder ab. Oft hilft eine Raum-Regelung: Dabei arbeiten die beiden Elternteile in verschiedenen Räumen, beispielsweise im Wohn- und im Arbeitszimmer. Die Person, die im Wohnzimmer arbeitet, ist für die Kinder ansprechbar. Die- oder derjenige im Arbeitszimmer bleibt ungestört. Im Laufe des Tages wechseln Sie einfach die Räume, um einander abzulösen.

Spiel- und Beschäftigungsideen für Kinder

Hallo liebe Kinder,

jetzt haben wir uns schon so lange nicht mehr gesehen, deshalb schicken wir einen lieben Gruß an Euch. Schaut mal, wer jeden Tag bei uns ist.

Hier in unseren kleinen Tagespflege ist es ganz ruhig ohne Euch, das ist sehr komisch, wir vermissen das Lachen von Euch.

Was immer noch gleich ist: dass das Eichhörnchen und Vögel jeden Tag zum Fressen kommen.

Es geht Euch allen gut, das ist sehr schön, Ihr freut Euch schon soooooo sehr auf das Wiedersehen und wir auf Euch.

Bis bald, liebe Grüße

Ines, Daniela, Yvonne und Monika

 

Liebe Kinder,

wir haben ja jetzt einige Zauntreffen an unserer Tagespflege machen können und ein paar Treffen kommen auch noch.

Es war sehr schön euch zu sehen und zu hören, was ihr den ganzen Tag spielt und schon alles wieder gelernt habt. Vor allen Dingen freuen wir uns, dass ihr alle gesund seid, uns noch nicht vergessen habt und die Zeit mit euren Eltern viel Spaß macht.

Wir bekommen jetzt Besuch von einer Katze, sie sitzt vor dem Fenster und wartet auf euch.

Hoffentlich sehen wir uns bald wieder.

Liebe Grüße von Eva, Sandra, Ute, Kathi und Yvi

 

Hallo, ihr lieben kleinen Brückenspatzen!

Heute gibt es wieder einen Brief von uns. Wir hoffen, ihr seid alle gesund und es geht euch und euren Familien gut. Damit ihr euch zu Hause nicht zu sehr langweilt, haben wir euch ein paar neue Spiel- und Bastelideen zusammengestellt. Viel Spaß damit!

Leider können wir uns auch in der nächsten Zeit noch nicht wiedersehen. Das macht uns alle sehr traurig. Wir hoffen aber darauf, dass bald alles wieder gut wird und ihr in der Kita spielen könnt.

Zurzeit besuchen jeden Tag zwei Kaninchen unseren Garten und futtern Gras und manchmal auch ein paar Blumen aus den Blumenbeeten. Aus einem Erdloch sind gestern ganz viele Bienen geschlüpft und bestäuben nun die Blüten der Apfelbäume und Nusssträucher, damit wir hoffentlich im Herbst wieder Äpfel und Nüsse ernten können.

In der großen Mauer am Radweg bauen Meisen gerade ihr Nest. Die Meisenfrau und ihr Mann fliegen ständig mit kleinen Zweigen und Moos in ihren Schnäbeln in die Ritzen der Mauer. Wenn die Meisenfrau Eier legt, haben wir bestimmt bald wieder Vogelbabys in den Bäumen sitzen.

Wenn ihr mit euren Eltern draußen seid, könnt ihr auch einmal darauf achten, ob ihr kleine Vögel seht oder auch singen hört.

Nun wünschen wir euch und euren Familien alles Liebe und Gute und vor allem Gesundheit.

Viele liebe Grüße von euren großen Brückenspatzen.

 

Hallo liebe Kinder,

bestimmt ist Euch bereits aufgefallen, dass wir uns schon echt lange nicht mehr gesehen haben. Vielleicht bist Du auch ein wenig traurig, dass Du nicht in die Kita darfst, um mit Deinen Freunden zu spielen.Wir hoffen alle, dass das Wiedersehen bald möglich wird und dass wir uns alle wiedersehen und ganz viel spielen können.

Stellt Euch vor, in unserem Garten hat unser Apfelbaum Blüten bekommen und eine Hummel hat uns auch schon besucht. Wir haben es Euch fotografiert. Schaut Euch einmal das Bild weiter unten an.

Bis zum Wiedersehen haben wir Euch ein kleines Postpaket gepackt, mit einem Liedertext, etwas Süßem und Kresse zur eigenen Zucht. Das Paket sollte in den nächsten Tagen bei Euch eintreffen.

Liebe Kinder,

ich bin Hoppel euer Osterhase. Jedes Jahr verstecke ich eure schön gebastelten Osterkörbchen in der Kita. Dieses Jahr könnt ihr ja leider kein gemeinsames Osterfest in der Kita feiern. Aber ich habe mit euren Erzieher/innen telefoniert und sie haben mir erzählt, dass sie sich eine Überraschung für euch überlegt haben Welche? Neeeein das darf ich doch nicht verraten, sonst ist es keine Überraschung mehr! 

Eigentlich wollte ich euch selber die Überraschung vorbei bringen. Aber wisst Ihr liebe Kinder, ich bin schon ein sehr alter Osterhase und meine Knochen tun mir immer mehr weh. Ich schaffe es leider nicht mehr so viele Wege zu hoppeln. Aber auch da haben mir die Erzieher/innen gesagt: „Hoppel das ist doch gar kein Problem! Wir hoppeln für dich einfach los und du kannst dich zu Hause in Osterhausen etwas ausruhen.“

Also ihr lieben, noch einmal schlafen und dann kommen ein paar Erzieher/innen aus der Kita bei euch vorbei gehoppelt und stellen die Überraschung vor eure Haustüre Uiiiiii ist das spannend! Es wäre schön, wenn ihr den Erzieher/innen aus eurem Fenster winken würdet, wenn sie bei euch klingeln.

Vielleicht könnt ihr mir ja auch ein Bild malen oder etwas basteln, da würde ich mich sooooo sehr drüber freuen. Ihr könnt es einfach in die Kita schicken und die Erzieher/innen schicken es dann zu mir nach Osterhausen. Meine Adresse ist nämlich genauso ein Geheimnis, wie die Überraschung für euch.

So, liebe Kinder …. dann wünsche ich euch noch einen schönen sonnigen Tag und liebe Ostergrüße auch an eure Eltern und Geschwister!

Bleibt gesund!

Euer Hoppel aus Osterhausen

FAQ

  • Wie hält mein Kind Kontakt zu Freunden und Familie?

    Trotz Kontaktbeschränkungen und Schließungen sollten Sie Ihr Kind darin unterstützen, Kontakt zu den wichtigsten Bezugspersonen und Freunden zu halten.
    Je nach Alter und Möglichkeiten kann dies digital und/oder analog geschehen.

    Neben Videotelefonie bieten sich gerade jetzt das Gestalten und Versenden von Postkarten, Briefen und kleinen Päckchen an. Umgekehrt freut sich Ihr Kind sicher sehr über „Post zum Anfassen“ von Freunden und Verwandten.  

     

  • Warum sollten Kinder ihren Großeltern momentan nicht begegnen?

    Dabei handelt es sich um eine wichtige Vorsichtsmaßnahme, um ältere Menschen zu schützen. Bisherige Erkenntnisse zeigen, dass sich Kinder zwar mit dem Virus infizieren, die Erkrankung jedoch in den allermeisten Fällen zum Glück milde verläuft. Häufig so mild, dass sie vom Umfeld kaum wahrgenommen wird.

    Für ältere Menschen birgt der enge Kontakt mit Kindern die große Gefahr einer Ansteckung. Allein aufgrund ihres Alters gehören Großeltern in der Regel bereits zur Risikogruppe. Sind sie durch Erkrankungen bereits gesundheitlich vorbelastet, erhöht sich das Risiko eines schweren Krankheitsverlaufs noch zusätzlich.

     

  • Wie gehe ich mit der medialen Krisen-Berichterstattung um?

    Weniger ist in diesem Fall mehr. Konfrontieren Sie Ihr Kind nur in geringem Maße mit Nachrichten zur Corona-Pandemie und achten Sie in jedem Fall auf seriöse, kind- und altersgerechte Quellen. Ist das Krisenthema in Ihrem Haushalt zu präsent, kann dies alle Beteiligten unnötig verunsichern und Sorgen und Ängste zusätzlich verstärken.

    Ein breites Angebot speziell für Kinder aufbereiteter Informationen zum Coronavirus finden Sie zum Beispiel unter:
    https://seitenstark.de/kinder/spezial
    https://www.kika.de/erwachsene/aktuelles/gemeinsam-zuhause-118.html#

     

  • Wie spreche ich mit meinem Kind über das Coronavirus und seine Auswirkungen?

    Auch wenn Ihr Kind noch zu jung ist, um die Situation zu verstehen, können Sie das alles bestimmende Thema nicht von ihm fernhalten. Das sollten Sie auch gar nicht, schließlich prägt es Ihr gemeinsames Leben erheblich.

    Helfen Sie Ihrem Kind mit klaren und altersgerechten Informationen dabei, sich an die Umstände, in denen Sie sich befinden, zu gewöhnen. Nehmen Sie die Eindrücke und Schilderungen Ihres Kindes ernst, indem Sie ihm auch bei Wiederholungen immer aufmerksam und geduldig zuhören und auf das Gesagte eingehen.

    Beantworten Sie Fragen kindgerecht, aber ehrlich. Vermitteln Sie Ihrem Kind spielerisch, wie Sie sich in der Familie vor dem Virus schützen und erklären Sie ihm, wieso derzeit so Vieles anders ist.

     

  • Wie schaffe ich einen Ausgleich zum „Zuhausesitzen“?

    Kontaktbeschränkungen und die Sperrung von Spielplätzen erschweren den Ausgleich an der frischen Luft erheblich. Trotzdem ist die tägliche körperliche Betätigung gerade jetzt sehr wichtig.

    Steht Ihnen kein Garten zur Verfügung, sollten Sie auf kindgerechte Spaziergänge mit Spielanteilen ausweichen. Selbstverständlich immer im Rahmen der örtlich geltenden Regeln. Für ältere Kinder ist gemeinsames Fahrrad fahren eine gute Alternative zum Toben auf dem Spielplatz.

    Sofern es die räumlichen Gegebenheiten zulassen, sollte sich Ihr Kind auch drinnen möglichst viel bewegen. Einige Indoor-Aktivitäten lassen sich mit wenigen und einfachen Mitteln umsetzen. Anregungen finden Sie u. a. hier:

    https://www.kinderstarkmachen.de/suchtvorbeugung/eltern/zuhause-in-bewegung-bleiben.html
    https://www.in-form.de/wissen/bewegungsspiele-fuer-zu-hause/
    http://www.dtb-online.de/portal/gymcard/meine-gymwelt/ratgeber-gesundheit/das-bewegte-kinderzimmer.html
    https://www.youtube.com/channel/UCP1fI_NbANnnA_loa3pkV4g/videos

     

  • Kommen die Bedürfnisse meines Kindes nicht zu kurz, wenn ich den kompletten Tag straff durchplane?

    Auf den ersten Blick mag die vollständige Strukturierung des Tages als zusätzlicher Stressfaktor erscheinen. Tatsächlich bietet ein Stundenplan aber sowohl Ihrem Kind als auch Ihnen eine wichtige Orientierung.

    Phasen, in denen Ihr Kind nach Lust und Laune spielt sowie Zeit mit Ihnen verbringt, sind zentraler Bestandteil Ihres Tagesablaufs. Dabei können auch Entspannungsübungen zum Einsatz kommen, wenn Ihr Kind angespannt wirkt.

     

  • Was kann ich tun, um meinem Kind in dieser Ausnahmesituation möglichst viel Normalität zu bieten?

    Geben Sie Ihrem Kind Orientierung, indem Sie Ihren Tag strukturieren und feste Zeiten (z. B. fürs Essen und Zubettgehen) einhalten. Routine bedeutet Verlässlichkeit. Alles, was in Zeiten von Kontaktbeschränkungen weiterhin möglich ist, sollten Sie unbedingt beibehalten. Hierzu zählen auch Haushalts- oder Gartenarbeiten, in die Sie Ihr Kind einbinden.

    Sie bieten Ihrem Kind außerdem Sicherheit, indem Sie alles Be- und Versprochene konsequent einhalten. Inmitten aller Veränderungen bleiben Sie und Ihr Wort die zuverlässige Konstante für Ihr Kind.