Im Juni 2026 haben wir bereits zum dritten Mal in Folge eine umfangreiche Befragung zur Hochschulgastronomie durchgeführt. Die Ergebnisse sowie die hohe Teilnehmer:innen-Zahl von über 5.000 Personen verdeutlichen erneut die große Bedeutung des Themas Ernährung für Studierende und damit die zentrale Rolle der gastronomischen Versorgung durch das STUDIERENDENWERK im Hochschulalltag.
Trotz umfangreicher Umstrukturierungen innerhalb des STUDIERENDENWERKS konnte das hohe Qualitätsniveau beibehalten werden. Dies zeigt sich sowohl in den Zufriedenheitswerten als auch in den Bewertungen der einzelnen Leistungen durch die Befragten. Besonders positiv werden die Leistungen in den Bereichen Service und Räumlichkeiten beurteilt, was sich letztendlich in der hohen Zufriedenheit widerspiegelt.
Nicht verwunderlich ist also, dass über ein Drittel der Befragten die Betriebe mindestens dreimal pro Woche zur Verpflegung nutzt. Auf der anderen Seite steht ein beträchtlicher Teil an Gästen, die die Betriebe noch deutlich häufiger nutzen könnten. Der häufigeren Nutzung stehen jedoch meist zeitliche Faktoren im Weg: Veranstaltungen und Arbeitszeiten lassen es nicht zu, es herrscht allgemeiner Zeitmangel oder zu wenig Präsenzzeiten vor Ort. Daneben spielen auch die Öffnungszeiten eine Rolle, die aufgrund der Umstrukturierung in mehreren Betrieben eingeschränkt wurden.
Eine Lösung könnten Automaten darstellen, welche auch nach Ende der regulären Öffnungszeiten eine Verpflegung in Verbindung mit der Nutzung des Gästebereichs vor Ort ermöglichen. Die Bereitschaft hierfür seitens der Gäste ist vorhanden: Beinahe zwei Drittel der Befragten würden dieses Angebot nutzen. Vor allem herzhafte Snacks und Kaltgetränke, aber auch Salate und Bowls sowie süße Snacks werden als Ausstattung der Automaten gewünscht.
Ein weiteres interessantes Ergebnis betrifft die Veränderung der Ernährungsgewohnheiten. Im Vergleich zu 2023 ist ein deutlicher Anstieg derjenigen zu verzeichnen, die gern und oft Fleisch essen, während der Anteil der Flexitarier:innen deutlich zurückgegangen ist. Darüber hinaus ernähren sich 22% der Befragten fleischlos, wobei diese Verteilung je nach Betrieb deutlich variieren kann.
Ein Grund für den gestiegenen Fleischkonsum ist die Fokussierung einer proteinreichen Ernährung. Um diesen Bedarf zu decken, bietet das STUDIERENDENWERK seit Anfang des Jahres die EDU-BrainFood-Snacks mit mindestens 30% Proteingehalt an. Wenngleich die Bewertungen dieses Angebots sehr positiv ausfallen, ist es bisher dennoch eher unbekannt. Eine größere Bekanntheit dürfte entsprechend auch die Nutzung deutlich steigern.
Aus den drei Befragungen der letzten drei Jahre geht klar hervor, dass ein hohes Qualitätsniveau gehalten werden konnte, was sich u.a. in einer kontinuierlich hohen Kund:innen-Zufriedenheit, auch im Vergleich zu derartigen Befragungen anderer Studierendenwerke, ausdrückt. Die Befragung zeigt zudem Stärken wie auch Schwächen in der Hochschulgastronomie, woraus zielgerichtete Maßnahmen abgeleitet werden, um identifizierte Schwachstellen abzubauen und so das hohe Niveau weiter zu halten.