Studium und
Kind unter einen
Hut bekommen

Mit unserer Hilfe!

Studierende Eltern haben viele komplexe Fragen zur Vereinbarkeit und Finanzierung von Studium und Familie.

Unsere Soziale Beratungsstelle berät Sie professionell, schnell und unkompliziert.

Wir beraten Sie zu diesen Themen:

  • Sozialleistungen (Elterngeld, Kindergeld, Arbeitslosengeld II, Mutter-Kind-Stiftung)
  • Sonderregelungen (Beurlaubung, Prüfungen, BAföG-Verlängerung)
  • Kinderbetreuungsmöglichkeiten

Sonderregelungen im Studium

Es existieren einige Sonderregelungen an der Universität Duisburg-Essen, die in den jeweiligen Prüfungsordnungen der unterschiedlichen Studiengänge festgehalten und nachzulesen sind. Sonderregelungen betreffen u. a.:

Veranstaltungen

Wird ein Kind größtenteils alleine großgezogen, kann ein Antrag bei dem jeweiligen Dozenten gestellt werden, von dem regelmäßigen Besuch von Lehrveranstaltungen befreit zu werden. Eine dem Workload der Fehlzeit entsprechende Studienleistung muss in Abstimmung mit dem Dozenten im Selbststudium geleistet werden.

Studierende mit Kind können auf Antrag bei dem jeweiligen Dozenten teilnahmebeschränkte Veranstaltungen besuchen.

Prüfungen

Wird eine Prüfung versäumt, da das Kind krank ist, muss ein Attest eingehen, dann wird der Prüfungsversuch nicht gewertet. Befindet sich die Studentin im Mutterschutz oder in Elternzeit, kann der Prüfungsausschuss die Prüfungsbedingungen auf Antrag, unter Berücksichtigung des Einzelfalls, festlegen.

Die Erziehung eines Kindes kann ein Grund sein, in der Rückmeldefrist ein Urlaubssemester zu beantragen. Trotz des Urlaubssemesters können Studierende mit Kind Prüfungen ablegen.

Seit dem 01.01.2018 gilt, dass auch Studentinnen den Mutterschutz im Zeitraum von sech Wochen vor und acht Wochen nach der Geburt (bei Früh- und Mehrlingsgeburten sowie bei Geburten von Kindern mit Behinderung zwölf Wochen nach der Geburt) nutzen können, wenn

  • die „Ausbildungsstelle Ort, Zeit und Ablauf der Ausbildungsveranstaltung verpflichtend vorgibt“ (Pflichtveranstaltung oder Prüfung) oder
  • die Studentinnen ein „im Rahmen der hochschulischen Ausbildung verpflichtend vorgegebenes Praktikum ableisten“ (Pflichtpraktikum).

 

Während der Mutterschutzfrist nach der Geburt darf die Ausbildungsstelle Studentinnen nicht tätig werden lassen, es sei denn, dies wird von ihnen ausdrücklich verlangt. Darüber hinaus dürfen Ausbildungsstellen schwangere und stillende Studentinnen nicht zwischen 20 Uhr und 6 Uhr bzw. an Sonn- und Feiertagen tätig werden lassen. Ausnahme davon ist gegeben, wenn

  • Studentinnen ausdrücklich von der Ausbildungsstelle verlangen, zwischen 20 und 22 Uhr bzw. an Sonn- und Feiertagen tätig sein zu können,
  • die Teilnahme zu Ausbildungszwecken zu dieser Zeit erforderlich ist,
  • Alleinarbeit der Studentinnen ausgeschlossen wird und
  • bestimmte Nachtruhezeiten bzw. Ersatzruhetage gewährt werden (Ausnahme vom Verbot).

Schwangere bzw. Mütter können sich für die Erziehung ihres Kindes beurlauben lassen.

Dies gibt ihnen die Möglichkeit ihr Studium trotz Unterbrechung in Regelstudienzeit zu absolvieren.

 

Es gilt zu beachten, dass während des Urlaubssemesters der Studierendenstatus erlischt und somit der BAföG-Anspruch entfällt. Dafür können andere Sozialleistungen wie z.B. das Arbeitslosengeld II beantragen werden.

Für die Antragstellung zum Urlaubssemester gelten bestimmte Fristen, diese entsprechen zumeist den Rückmeldefristen der Universitäten und Hochschulen.

Finanzierung

Eltern haben die Möglichkeit zwischen dem Bezug von Elterngeld und Elterngeld Plus zu wählen oder beides miteinander zu kombinieren.

Basiselterngeld

Basiselterngeld kann 12 oder 14 Monate gewährt werden. Es wird für maximal 12 Monate gezahlt, wenn ein Elternteil allein die Elternzeit übernimmt. Es wird für maximal 14 Monate gezahlt, wenn beide Elternteile sich die Elternzeit untereinander aufteilen. Auch können 14 Monate ausgezahlt werden, wenn eine Mutter oder ein Vater alleinerziehend ist.

Das Mindestelterngeld beträgt 300,00 Euro monatlich. Da das Elterngeld als Lohnersatzleistung gilt, wird der Zahlbetrag am durchschnittlichen Arbeitsentgelt der letzten 12 Monate vor Geburt des Kindes orientiert. Das vorherige Einkommen wird in der Regel bis zu 65 % ersetzt (max. 1.800,00 Euro). Bei einem Verdienst unter 1.000 Euro beträgt die Ersatzrate bis zu 100 %.

Studierende, die vor der Geburt des Kindes kein Erwerbseinkommen erzielt haben, erhalten den Mindestsatz von 300,00 Euro.

Eltern erhalten das Elterngeld zusätzlich zum Kindergeld, es wird jedoch mit dem Mutterschaftsgeld verrechnet. Bei Bezug von Elterngeld können Familien mit mehr als einem Kind einen Geschwisterbonus erhalten. Eltern, die vor der Geburt des Kindes in der gesetzlichen Krankenversicherung pflichtversichert waren, sind dort für die Dauer des Elterngeldbezugs beitragsfrei weiterversichert, solange sie keine Einkünfte erzielen, auf die Beiträge zur gesetzlichen Krankenversicherung zu entrichten sind (z.B. auf Arbeitsentgelt aus einer Teilzeitarbeit; Ausnahme: Minijob).

Elterngeld Plus

Diese Variante des Elterngeldes bietet Müttern und Vätern die Möglichkeit Elterngeld halb so hoch (max. 900,00 Euro), aber doppelt so lang zu beziehen und soll in erster Linie dazu dienen, Elterngeldbezug und Teilzeitarbeit besser miteinander zu kombinieren. Arbeiten Mutter und Vater beide jeweils zwischen 25 und 30 Stunden pro Woche, gibt es einen Partnerschaftsbonus über weitere vier Monate pro Elternteil.

Der Mindestsatz beträgt 150,00 Euro monatlich. Bei der Berechnung des BAföG bleibt der Elterngeld-Betrag unberücksichtigt.

Antragsstellung

Der Antrag auf Elterngeld muss nach der Geburt des Kindes bei der zuständigen Elterngeldstelle gestellt werden.

Duisburg:

Jugendamt Duisburg
Ludgeristraße 12
47057 Duisburg

In Essen und Mülheim:

Amt für Soziales und Wohnen
Kurfürstenstraße 33
45138 Essen

Studierende erhalten in der Regel kein Arbeitslosengeld II, weil die Ausbildung als solche dem Grunde nach förderungswürdig nach BAföG ist.

Es gibt Ausnahmen:

  • Kinder bis 15 Jahre können eventuell Sozialgeld- / Kinder ab 15  eventuell  Arbeitslosengeld II - Ansprüche (Regelleistung, Kosten der Unterkunft oder Mehrbedarfe) haben. Sie sind bei der Berechnung Teil der Bedarfsgemeinschaft ihrer studierenden Eltern.
  • Alleinerziehende und werdende Mütter können zudem unter bestimmten Umständen Mehrbedarfe oder einmalige Beihilfen beantragen, die „nicht-ausbildungsgeprägt“ sind (z.B. Erstausstattung bei Schwangerschaft). Es sind keine härtefallmäßigen Leistungen und dürfen daher nicht als Darlehen bewilligt werden.
  • Während eines Urlaubssemesters befindet man sich offiziell nicht in einer förderungsfähigen Ausbildung und hat daher möglicherweise Anspruch auf Arbeitslosengeld II.

Das Arbeitslosengeld II und Sozialgeld wird beim Jobcenter beantragt.

 

Das Kindergeld beträgt monatlich:

für das erste und zweite Kind jeweils

 

194,00 €

für das dritte Kind

200,00 €

für jedes weitere Kind

225,00 €

Kindergeld erhält derjenige, bei dem das Kind wohnt.

Der Antrag ist bei der örtlichen Bundesagentur für Arbeit (Familienkasse) zu stellen. Das Finanzamt entscheidet, ob Kindergeld oder ein Steuerfreibetrag gewährt wird.

Elternpaare oder Alleinerziehende haben Anspruch auf Kinderzuschlag für ihre im Haushalt lebenden Kinder von 170 Euro monatlich, wenn Sie mit ihrem Einkommen eine Mindesteinkommensgrenze erreichen und unter einer Höchsteinkommensgrenze (Berechnung der Höchsteinkommensgrenze siehe online auf den Seiten der Bundesagentur für Arbeit) bleiben.

Die Mindesteinkommensgrenze liegt bei einer alleinerziehenden Person bei 600 Euro, bei einem Elternpaar bei 900 Euro (ohne Wohngeld und Kindergeld).

Der Antrag muss schriftlich bei der Familienkasse der Bundesagentur für Arbeit gestellt werden. Er ist online herunterladbar: www.familienkasse.de oder www.kinderzuschlag.de.

Bezieherinnen und Bezieher von Kinderzuschlag können zusätzlich auch Leistungen zur Bildung und Teilhabe für ihre Kinder erhalten (siehe SGB II §28 Bedarfe für Bildung und Teilhabe).

 

Für Schwangere und Studierende mit Kind gibt es im BAföG eine Reihe von Sonderregelungen.

U.a. wird nach § 14b BAföG für jedes Kind ein pauschaler Kinderbetreuungszuschlag gewährt. Dieser liegt aktuell bei 130 € pro Monat. Der Zuschlag wird nicht auf andere Sozialleistungen wie z.B. Wohngeld angerechnet und wird in voller Summe als Zuschuss gezahlt.

Der Antrag muss gesondert beim BAföG-Amt gestellt werden (Anlage 2 zu Formblatt 1). Es kann immer nur ein Elternteil den Zuschlag erhalten.

Voraussetzungen dafür sind:

  • eigenes Kind unter 10 Jahre
  • Zusammenleben in einem Haushalt  

Außerdem wird für jedes Kind ein gewisser Freibetrag auf das Einkommen während des Studiums gewährt.

Wohngeld erhalten Studierende nur im Ausnahmefall, da die grundsätzliche Berechtigung auf den Bezug von BAföG-Leistungen einen Anspruch auf Wohngeld ausschließt. Dies gilt nicht, wenn Mitglieder in der Haushaltsgemeinschaft selbst keinen Anspruch auf den Bezug von BAföG-Leistungen haben.

Paare mit Kindern oder alleinerziehende Studierende sollten daher - auch bei BAföG-Bezug - in jedem Fall einen Antrag auf Wohngeld beim zuständigen Einwohneramt / Bezirksamt stellen.

 

Das Mutterschaftsgeld ist eine staatliche Leistung, die man im Zeitraum von 6 Wochen vor und 8 Wochen nach der Geburt (Mutterschutzfrist) eines Kindes erhält.

Wer zu Beginn der Schutzfrist pflicht- oder freiwilliges Mitglied der gesetzlichen Krankenversicherung ist und in einem Arbeitsverhältnis steht, kann Mutterschaftsgeld beantragen. In diesem Fall können die entsprechenden Leistungen bei der eigenen Krankenkasse beantragt und maximal bis zu 13 Euro täglich (403 Euro monatlich) als Lohnersatzleistung erhalten werden.

Privat Krankenversicherte oder über ein Familienmitglied privat Familienversicherte können dagegen lediglich eine Einmalzahlung in Höhe von 210 Euro bei der Mutterschaftsgeldstelle des Bundesversicherungsamt beantragen.

Das Mutterschaftsgeld kann nur gewährt werden, wenn zu Beginn der Schutzfrist ein Arbeitsverhältnis besteht (Vollbeschäftigung, Teilzeitjob oder auch Minijob).

 

Zahlt der nicht im Haushalt lebende Elternteil keinen Unterhalt, so kann beim Jugendamt Unterhaltsvorschuss beantragt werden. Unterhaltsvorschuss erhält man für Kinder und junge Erwachsene bis zum vollendeten 18. Lebensjahr.

Dieser beträgt:

  • für Kinder von 0 bis zur Vollendung des 6. Lebensjahres: 154,00 Euro

  • für Kinder von 6 bis zur Vollendung des 12. Lebensjahres: 205,00 Euro

  • für Kinder von 12 bis zur Vollendung des 18. Lebensjahres: 273,00 Euro.

 

 

Finanzielle Hilfen aus der Mutter-Kind-Stiftung sind unabhängig von allen sonstigen Ansprüchen und richten sich nach der tatsächlichen Notlage. Es besteht kein Rechtsanspruch.

Dennoch ist ein Beratungsgespräch zu empfehlen, da hier unbürokratisch geholfen werden kann. Wichtig ist, dass dies vor der Geburt des Kindes geschieht.

Duisburg

Beratungsstelle für Eltern Kinder und Jugendliche
Caritasverband
Grünstraße 12
47051 Duisburg
Tel.: +49 203 2865650

Essen

Ev. Beratungsstelle für Schwangerschaft, Familie und Sexualität
Henriettenstraße 6
45130 Essen
Tel.: +49 201 234567

 

Offene Sprechstunde

Campus Essen
Reckhammerweg 1
45141 Essen

Di  13:00 - 15:30 Uhr
Do 11:00 - 13:00 Uhr

Außerdem bieten wir Termine nach Vereinbarung an.
Die Beratung ist auch auf Englisch möglich. 

Bereichsleiter soziale und psychologische Beratung
Harald
 
Kaßen
Soziale und psychologische Beratung
Berater und Bereichsleiter
+49 201 82010-610
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Bereichsleiter soziale und psychologische Beratung

Harald Kaßen

Soziale und psychologische Beratung
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Berater soziale und psychologische Beratung
Dietrich
 
Battke
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Beraterin soziale und psychologische Beratung
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